Enrico´s Umbauberichte

Karosserie

 

Umbau auf Cabriofront und Neulack  09/10

Dank einem Wildschaden konnte der eh geplante Umbau auf Golf 4 Cabriofront schon eher gestartet werden als gedacht. Das Vieh hatte den Golf auf dem Weg zur Arbeit freundlichst begrüßt.

Als erstes hieß es aber abwarten, was die Versicherung an Kosten trägt. Nach der positiven Nachricht konnte dann mit der Beschaffung der Cabrioteile begonnen werden.

Was musste eigentlich alles geändert werden? Besorgt wurden auf jeden Fall Lüftereinheit, eine untere Strebe zur Befestigung des Schlossträgers, Kühlereinheit sowie Scheinwerfer.

Natürlich dürfen dann auch nicht die Karosserieteile wie Motorhaube, Kotflügel, Prallträger, Stoßfänger und der eigentliche Schloßträger vergessen werden.

Bevor nun neue Teile verbaut werden können ist es logisch, dass alte Teile erst einmal den Platz frei machen müssen. Gesagt getan und so wurde die komplette Front zerlegt.

Die Front war dann auch recht zügig von allem Überflüssigen Unrat befreit.

Bedeutet im Klartext, ran mit den neuen Teilen. Einige kleine Stellen mussten angepasst werden, da Bohrungen nicht immer zu 100% übereinander lagen. Schnell war der Golf dann soweit, dass Kühler, Schlossträger, Prallträger sowie die beiden Kotflügel ihren neuen Arbeitsplatz gefunden hatten.

Nach und nach komplettierte sich der Vorderwagen bis hin zur ersten kompletten Montage. Jetzt konnte angefangen werden, die Frontpartie zu cleanen.

Es folgte die Anpassung des Bösen Blicks. Als erstes wurde aus Pappe eine Schablone angefertigt, die als Grundlage für den Ausschnitt aus Metall diente.

Nachdem die richtige Metallstreifen ausgeschnitten war, wurde dieser an der originalen Golf 4 Cabrio Motorhaube angeschweißt und verzinnt.

Danach folgten Bereiche wie das Antennenloch und die Seitenblinker. Auch hier wurde mittels Schutzgasschweißung ein passendes Stück Metall eingesetzt und verzinnt.

Der letzte Schritt war die Anpassung der Radhäuser auf die neuen Felgen. Die Radhauskanten wurden gebördelt und um einiges gezogen, damit eine ausreichende Radüberdeckung erreicht werden konnte.

Auch hier wurden die leider entstandenen Unebenheiten mit Zinn bearbeitet werden, so dass ein glatter Abschluss der Radhäuser am Ende übrig blieb.

Die komplette Karosserie wurde nun für die Ganzlackierung vorbereitet. Es wurde an den nötigen Stellen mit Unterbodenschutz, Karosseriemasse und Zinkspray gearbeitet.

Der nächste Schritt war der Weg des Golf´s zum Lackierer, standesgemäß zerlegt und auf einem Trailer.

Dort angekommen wurden die verschiedenen Anbauteile demontiert und auf die jeweiligen Lackierböcke montiert.

In der Zwischenzeit wurde die vordere Stoßstange per Kunststoffschweißen glatt gemacht. Sprich die vordere Zierleiste wurde entfernt.

Für diese Arbeit wurden aus einer anderen originalen VW Stoßstange passende Kunststoffstreifen ausgeschnitten und an die Öffnung der zu glättenden Stoßstange angepasst.

Mittels Heißluftfön wurde eine Kunststoffschmelze im Randbereich der Leisten erreicht und die Materialien konnten miteinander verbunden werden.

Die fertige Stoßstange sieht dann wie folgt aus.

Während dieser Arbeit werkelte der Lackierer auch fleißig an der Karosserie des Golf´s herum. Die Radläufe wurden bereits das erste mal gespachtelt.

Die Motorhaube hatte bereits schon die endgültige Form erhalten und war daher fertig für die Grundierung.

Die Kotflügel wurden bereits auch schon bearbeitet. Dank Spachtelmasse und Schwingschleifer wurden beide Kotflügel in die richtige Form gebracht.

Da die vordere Stoßstange schon bearbeitet wurde und damit auch die originale Vorgrundierung an einigen Stellen entfernt wurde, musste auf die Kunststoffoberfläche eine Kunststoffgrundierung aufgebracht werden. Andernfalls würde der Spachtel für die weitere Bearbeitung nicht halten.

Nachdem die Grundierung getrocknet war konnte auch die vordere Stoßstange gespachtelt und mit Spritzspachtel überzogen werden.

Aber nicht nur die vordere Stoßstange wurde mit Spritzspachtel bearbeitet. Motorhaube, Kotflügel und den hinteren Radhäuser geschah das gleiche.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden lediglich die zu bearbeitenden Fahrzeugbereiche abgeklebt, um den Rest der Karosserie vor Staub zu schützen.

Es ist deutlich zu erkennen, dass die Kotflügel im Gegensatz zum Anfang jetzt eine ordentliche Form aufweisen. Keinerlei Dellen oder unebene Bereiche sind mehr zu erkennen.

Auf dem folgenden Foto kann man erkennen, dass der Golf 3 schön mit Folie abgedeckt ist, damit das Fahrzeug nicht total zustaubt.

Es folgte die Grundierung der ganzen Karosserieteile.

Der zuvor geglättete Stoßfänger ist nun dank der Grundierung so gut wie nicht wieder zu erkennen. Jetzt wirkt er wie aus einem Guss.

Die folgende Arbeit hieß "Anschleifen" "Anschleifen" für die eigentliche Lackierung. Dabei wurden alle Flächen mit Nassschleifpapier vorbehandelt.

Die Teile wurden mit einem Vorlack lackiert um später eine gleichmäßige Deckung der eigentlichen Farbe zu erreichen.

Auch durch den Vorlack sahen die Teile schon recht hochwertig aus. Eigentlich würde jetzt auch nur Klarlack reichen!?

Natürlich sollte am Ende auch der eigentliche Farbton den Golf 3 zieren. Daher bekamen alle Teile dann den eigentlichen braunen Farbton.

Ohne Klarlack und in der Lakierkabine wirkte das ganze noch nicht so richtig.

Das sollte sich allerdings im späteren Verlauf des Tages noch ändern. Der Klarlack wurde auf getragen und siehe da, er erfüllte absolut seinen Zweck.

Hier ist der Effekt des Lackes in der Sonne besonders gut zu erkennen. Das dunkle Braun bekommt in der Sonne einen harmonischen Goldeffekt.

Auch die Rohkarosse glänzte unter Abdeckfolie in einer sicheren Ecke der Halle und wartete auf die Politurpaste.

Teilweise wurden schon die ersten Anbauteile wieder montiert.

Am nächsten Tag folgte dann der Zusammenbau und Abtransport des gesamten Fahrzeugs.

Nach erfolgreicher Überführung in die heimischen Mauern wurden dann weitere Teile verbaut. Am wichtigsten war die Anprobe der Felgen.

Als alles zusammen gebaut war sah dann der neu lackierte Golf 3 VR6 so aus...